
Die Grundlagen wurden 200 v. Chr. Von dem Arzt Huang Di Nei Jiing zusammengestellt.
Dünne Nadeln werden in genau festgelegte Punkte (361 Stück) der Körperoberfläche gestochen. Sie liegen auf 14 Leitbahnen, den Meridianen. Auf ihnen fließt die energetische Vitalkraft "Qi". Ist der Energiefluss auf diesen Bahnen gestört, wird ein Mensch krank.
Die WHO hat einen Indikationskatalog für die Anwendung:
Die Ohrmuschel ist ein
Reflexrelais, in dem sich die Gesamtheit des Menschen widerspiegelt, und über das sich körperliche, geistige und seelische
Fehlsteuerungen erkennen und beeinflussen lassen. Der Mensch zeigt sich im
Ohr ähnlich einem auf dem Kopf stehenden Embryo, wobei der Kopf auf
dem Ohrläppchen abgebildet ist. Das machten sich früher die Seeleute
zunutze, indem sie einen goldenen Ring durch den Augenpunkt zur Kräftigung
des Sehvermögens trugen.
Für die Diagnose und Behandlung stehen uns heute über 200 genau beschriebene Punkte zur Verfügung. Über diese Punkte ist der Behandler in die Lage versetzt, die Funktionen von Organen, Nerven, Muskeln und Gelenken mit der Nadel beinflußen zu können, aber auch ausgleichend auf den Geistes- und Gemütszustand einzuwirken.
Für das Auffinden der Punkte im Ohr wird ein kleines Gerät benutzt, das den Hautwiderstand misst. Die Organe, bei denen Störungen vorliegen, zeigen sich auch im Ohr an dem betreffenden Organpunkt. Die betreffenden Stellen im Ohr werden vom Patienten als leicht schmerzhaft empfunden.
An diesen Punkten kann
entweder massiert oder mit Stahl-, Gold- oder Silbernadeln akupunktiert
werden. man lässt die Nadeln für 20 bis 30 Minuten
im Ohr, bis sie sich leicht wieder entfernen lassen. In einigen Fällen
kann es angezeigt sein, eine Dauernadel zu setzen, die dann im Ohr verbleibt,
bis sie von allein herausfällt oder vom Behandler entfernt wird. Die
besten Erfolge erzielt man bei akuten Erkrankungen, aber auch chronische
Erkrankungen sind mit der Ohrakupunktur oftmals gut zu beeinflussen.